„Mut, den Wählerinnen und Wählern ein überzeugendes Angebot für die Zukunft zu machen“.

Foto: Katharina Huber

Limburg-Weilburg. Hessen muss im Mittelpunkt stehen, so das Fazit des „Hessischen Stammtischs“ zur Landtagswahl mit der heimischen SPD-Landtagskandidatin Jana Jeuck. In entspannter Atmosphäre bei „Äbbelwoi und Handkäs“ ging es um die sozialdemokratischen Antworten zur anstehenden Landtagswahl. „Wir wollen Hessen sozialer, gerechter, und zukunftsfähiger machen. Und ich möchte frischen Wind und junge Ideen aus dem Wahlkreis nach Wiesbaden tragen“, sagte die Waldbrunnerin Jeuck zum Beginn der Veranstaltung im Nassauer Hof. Bildung, Arbeit, Gesundheit und Wohnen sind die vier zentralen Themen, in denen die hessischen Sozialdemokraten echte Verbesserungen erreichen wollen.

„Hessen muss wieder Bildungsland Nr. 1 werden. Beste Schulen für unsere jungen Menschen anzubieten ist eine zentrale Aufgabe. Dafür braucht es in Hessen mehr Lehrerinnen und Lehrer, ein modernes Umfeld und echte Digitalisierung. Es nutzt nichts ein Fach `Digitale Welt` in den Lehrplan zu packen, wenn die Lehrmittelfreiheit nicht gleichzeitig auch für digitale Endgeräte gilt. Das muss geändert werden und das werden Sozialdemokraten in Verantwortung ändern.“, untermauerte Jeuck. Aus eigenem Erleben schilderte die SPD-Kandidatin, dass eine gute Schulbildung den Grundstein für ein erfolgreiches und selbstbestimmtes Leben bilde. Die Schulen auf den Stand der Zeit zu bringen sei daher vordringlichste Aufgabe einer künftigen SPD-Regierung in Hessen.

Gleiches gelte für die ärztliche Versorgung. „Einen Facharzttermin zu bekommen darf nicht, wie aktuell, Monate dauern. Das Uniklinikum Gießen-Marburg zu privatisieren und die wohnortnahe Gesundheitsversorgung in der Fläche zu vernachlässigen war sträflich und ist einzig und allein durch die hessische CDU zu verantworten. Die Landesregierung hat eine rechtliche Verpflichtung Krankenhäuser bei ihren Investitionen zu unterstützen. Dieser Aufgabe möchte die SPD in Regierungsverantwortung endlich wieder nachkommen, zum Wohle der Krankenhäuser in unserer Region, nachdem unter fast 25 Jahren CDU-Regierungen viel zu lange am falschen Ende gespart wurde“, macht Jana Jeuck deutlich. Zu einer ganzheitlichen Stärkung des Gesundheitssystems gehöre es auch die Arbeitsbedingungen für Ärztinnen und Ärzte sowie Pflegerinnen und Pfleger zu verbessern. „Gute Bezahlung, Personalmindeststandards und eine politische und gesellschaftliche Wertschätzung braucht es, um unser Gesundheitssystem zu heilen“.

Nicht nur die Gesellschaft, auch unsere Arbeitswelt befinde sich mitten im Umbruch, so Jana Jeuck. “Bei der Bekämpfung des Fachkräftemangels, der Umstellung auf energieeffiziente Produktion oder der Digitalisierung wollen wir unseren Unternehmen und ihren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern zur Seite stehen, mit einem Transformationsfonds. Also einem Umbaufonds, der die besten Kräfte und Unternehmen in Hessen bei den Herausforderungen unterstützt und damit Brücken in die Zukunft baut.“ Außerdem solle nach der Vorstellung von Jana Jeuck und der SPD Hessen die Meisterprüfung endlich kostenfrei sein, damit Handwerksbetriebe nicht wegen fehlender Meister in Probleme geraten. „Während die CDU es aktuell zwar auf Plakate druckt aber bisher im Parlament immer abgelehnte, hat die SPD in den vergangenen Jahren mehrfach sehr konkrete Anträge im Landtag gestellt. Unser Ziel ist es die akademische und berufliche Bildung gleichzustellen.“, führte Jana Jeuck unter der Zustimmung der Stammtischbesucher aus. Zu einem starken Wirtschaftsstandort gehöre es aber auch ausreichend bezahlbaren, attraktiven Wohnraum sowie eine gute Infrastruktur zu schaffen und Wohnraumspekulationen einen Riegel vorzuschieben. „Öffentliche Infrastruktur ist Daseinsvorsorge und Standortfaktor zugleich. Für mich ist klar, unsere Straßen, Kanäle und Wasserleitungen müssen saniert werden ohne die Anliegerinnen und Anlieger zusätzlich zur Kasse zu bitten. Die SPD wird die Straßenausbaubeiträge deshalb abschaffen. Ohne Wenn und Aber.“

Zum Abschluss rief Jana Jeuck mit deutlichen Worten dazu auf wählen zu gehen: „Demokratisch wählen heißt auch Demokraten zu wählen. Menschen oder Parteien eine Stimme zu geben die unsere Demokratie in Frage stellen oder abschaffen wollen, ist Gift für unsere Gesellschaft. Demokratisch mitentscheiden zu können ist unser Recht und zugleich eine Verantwortung, denn jede Stimme zählt. Man sollte Anderen niemals die Entscheidung über die eigene Zukunft überlassen, sondern Jeder und Jede muss selbst aktiv werden und die richtigen Entscheidungen treffen“, so die 25-Jährige, die im Wahlkreis Limburg-Weilburg I als jüngste SPD Direktkandidatin in Hessen den Amtsinhaber der CDU herausfordert. Peter Krahl vom SPD Ortsverein Waldbrunn dankte Jana Jeuck unter dem Applaus der Gäste und Besucher für ihre Ausführungen am Abend, vor allem aber für ihren fleißigen Einsatz im Wahlkampf, ihre „authentische, frische Art an Dinge heranzugehen und für ihren Mut, den Wählerinnen und Wählern mit ihrer Kandidatur ein überzeugendes Angebot für die Zukunft zu machen“.