ASF Limburg-Weilburg zieht in ihrer Jahreshauptversammlung Bilanz

Von links nach rechts: Lisa Collèe, Sonja Hahn, Doris Reifenberg, Theda Ockenga,Ulla Nattermann, Viktoria Spiegelberg-Kamens, Judith Hautzel, Heike Bartsch, Jaqueline Würz, Erika Schäfer, Miriam Collée, Cornelia Heck, Renate Kreis

Zu den Gästen der gut besuchten Jahreshauptversammlung der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (ASF) zählten der SPD-Unterbezirksvorsitzende Tobias Eckert sowie die Limburger Kreisfrauenbeauftragte Ute Jungmann-Hauff. Neben den Neuwahlen des Vorstands und der Delegierten wurde das Thema der Frauenbeteiligung in kommunalen Parlamenten bewegt. Eckert hielt sein Grußwort unter Bezugnahme auf dieses Thema. Eloquent und sachkundig sowie unter Verwendung einschlägiger Studien zu dem Thema, referierte die Kreisfrauenbeauftragte über die Situation der Geschlechterverteilung in kommunalen Parlamenten, sowie speziell der Situation im Landkreis Limburg-Weilburg. Dabei bezog sie sich auf die Rahmenbedingungen politischer Arbeit, wie denen der Motivation für das politische Ehrenamt, der stark verbesserungswürdigen politischen Kultur und auch den schwierigen Zugangsmöglichkeiten von Frauen in politische Funktionen. Letztere gestalten sich in ländlichen Regionen deutlich schwieriger als im städtischen Raum. Im Landkreis Limburg-Weilburg liegt der Frauenanteil im Kreistag aktuell bei nur 24 Prozent. 14 Prozent aller Kandidatinnen haben in der letzten Kommunalwahl auf der Liste eine Verschiebung nach hinten erfahren müssen. In den kreisweiten Städten und Gemeinden der Region liegt der Frauenanteil sogar bei nur 17 Prozent. Schließlich wurden Handlungsalternativen aufgezeigt und diskutiert. In jedem Fall ist die bisher im Kreis erfolgte, parteilich unabhängige Unterstützungsarbeit von Frauen auf dem Weg zur Politik, konsequent fortzuführen. Die ASF Limburg-Weilburg wird sich mit dem Ziel einer ausgeglicheneren Geschlechterverteilung in den kommunalen Parlamenten der Thematik auch in den nächsten Jahren verstärkt widmen.
In den sich dem Vortrag anschließenden Wahlen wurde Judith Hautzel erneut zur Vorsitzenden der ASF Limburg-Weilburg gewählt. Ihr Schlusswort, in welchem sie ein überparteilich erkennbares Demokratiedefizit in den Politik- und Parteistrukturen beschreibt, wurde unter großem Beifall gelobt. Zu ihren Stellvertreterinnen wurden Theda Ockenga, Judith Kamens-Spiegelberg und Heike Offenbach gewählt. Beisitzerinnen wurden Cornelia Heck, Ulla Nattermann, Doris Reifenberg, Sonja Hahn, Heike Bartsch, Lisa Collée, Elfi Griebenow, Tine Kavai, Erika Schäfer und Jaqueline Würz. Delegierte für die Bezirkskonferenz wurden Judith Hautzel, Viktoria Spiegelberg-Kamens, Theda Ockenga und Heike Ofenbach. Als Ersatzdelegierte wurden Heike Bartsch, Lisa Collee, Miriam Collee, Elfi Groebenow, Tine Kavai, Christa Olbertz, Erika Schäfer, Jaqueline Würz, Cornelia Heck, Sonja Hahn, Ulla Nattermann, Doris Reifenberg und Renate Kreis gewählt.