MdL Tobias Eckert (SPD) sprach vor den Personalräten des Landkreises Limburg-Weilburg

Der heimische Landtagsabgeordnete Tobias Eckert besuchte am vergangenen Mittwoch auf Einladung des Personalratsvorsitzenden Rainer Scharpenberg eine Arbeits- und Schulungstagung der Personalräte des Landkreises Limburg-Weilburg im Rathaus von Beselich-Obertiefenbach. Vor den versammelten Personalräten referierte Eckert zum Thema „Gerechtigkeit und Gute Arbeit“.

Eine starke Wirtschaft brauche Sicherheit und Ordnung auf dem Arbeitsmarkt, denn aktuell sei Hessen Spitzenreiter bei unsicherer Arbeit. Sichere und faire Arbeitsverhältnisse würden immer stärker durch Leiharbeit, Niedriglöhne und Befristungen angegriffen. „Deshalb ist es entscheidend, für eine neue Ordnung der Arbeit einzutreten, die sichere und faire Arbeit schützt und Menschen in unsicherer Arbeit nicht alleine lässt“, sagte Eckert. Neben einem gesetzlichen Mindestlohn von mindestens 8,50 Euro brauche es klare Regeln für die Leiharbeit, um die Ersetzung von Stammbelegschaften durch Leiharbeitskräfte unterbinden zu können und das Instrument wieder auf sein ursprüngliches Ziel der Bewältigung von Produktionsspitzen zurückzuführen. „ Es reicht nicht aus diese Themen in Sonntagsreden zu beschreiben, sondern diese müssen auch auf Landesebene praktisch angewendet um umgesetzt werden“, so Eckert.

Der Landtagsabgeordnete sprach sich vor den versammelten Personalräten dafür aus, dass die öffentliche Hand als Arbeitgeber Vorbild für eine gute Lohnentwicklung, Mitbestimmung und eine faire Arbeitszeit sein müsse. „Das Land muss über die öffentliche Vergabe sowie die Wirtschaftsförderpolitik Einfluss darauf nehmen, den Niedriglohnsektor und prekäre Arbeitsverhältnisse einzudämmen“, forderte Eckert. Dieser Anspruch könne mit einem Hessischen Tariftreue- und Vergabegesetz umgesetzt werden, dessen Entwurf der SPD-Landtagsfraktion Tobias Eckert vorstellte. In der anschließenden Diskussion wurden dann auch die Erfordernisse an ein modernes Personalvertretungsrecht in Hessen und die möglichen Auswirkungen des sogenannten Kommunalen Schutzschirms auf die Personalratsarbeit diskutiert.