Meldung:

15. September 2017

WILLKOMMEN, MITMACHEN, MITGESTALTEN

Wie können Frauen die Strukturen im ländlichen Raum verbessern?

Unter dem Motto „WILLKOMMEN, MITMACHEN, MITGESTALTEN“ haben die SPD-Frauen einen kurzweiligen Abend für alle Frauen aus dem Landkreis Limburg-Weilburg am 09.09.2017 zentral in Limburg gestaltet. Unter aktiver Beteiligung der Gäste wurden Ideen für bessere Strukturen im ländlichen Raum zusammengetragen.
Im Anfang der Veranstaltung stand der Vortrag der Referentin Jacqueline Würz. Die Kernfrage war dabei „Bietet der ländliche Raum Frauen heute tatsächlich ausreichend Zukunftsperspektiven?“ Darin nahm sie Stellung zu Hemmnissen in der persönlichen und beruflichen Entwicklung von Frauen aufgrund der ländlichen Infrastruktur. Beispielhaft sind dies Probleme im öffentlichen Nahverkehr, zu kurze Kinderbetreuungszeiten, lange Anfahrtswege zum Arbeitsplatz, schlecht ausgebautes digitales Netz u.a.m.. Welche Hemmnisse können abgebaut werden, welcher Beitrag kann zu mehr Teilhabe geleistet werden? Dies wurde in Arbeitsgruppen behandelt.
Es waren Frauen aus allen Lebensaltern und Lebensbereichen gekommen. Hausfrauen, Gewerkschafterinnen, Berufstätige, Alleinerziehende und kommunalpolitisch Aktive. Die zu den Gästen zählenden Männer bereicherten die Diskussion durch ihre Sichtweisen und Erfahrungen. Ein eindrucksvoller Gast war die Sozialdemokratin Liesel Brötz, LM-Lindenholzhausen, die mit ihren 96 Jahren noch immer rege an Veranstaltungen teilnimmt und auch aus ihrem persönlichen Erleben berichtete.
Tiefer beleuchtet wurden die Punkte Ehrenamt, Lohngleichheit und politische Teilhabe von Frauen. Die Forderung wurde gestellt, dass Ehrenamt - überwiegend von Frauen ausgeübt - nicht nur mit der Ehrenamtskarte zu beglücken sei, sondern dass das Ehrenamt aufgewertet werden müsse, indem dafür Rentenpunkte gewährt werden. Das Ehrenamt allgemein leistet einen unbezahlbar wichtigen volkswirtschaftlichen Beitrag - dies sollte dem Staat so wichtig sein, dass Rentenpunkten zugestanden werden.
Die Mitmachveranstaltung, moderiert von Dr. Kyra Naudascher-Jankowski und begleitet von den Podiumsgästen Gisela Stang, Bürgermeisterin Hofheim, Silvia Scheu-Menzer, Bürgermeisterin Hünfelden, Viktoria Spiegelberg-Kamens, stellv. Juso-Landesvorsitzende und Kreistagsabgeordnete sowie von Jacqueline Würz, Magistratsmitglied und Bildungsberaterin beim Hessencampus Limburg-Weilburg, hat im Ergebnis aufgezeigt: Durch Netzwerke können die Bedürfnisse von Frauen in der ländlichen Region gestärkt werden. Gegenseitige Unterstützung sei zielführend im Alltag und bedeute, gemeinsam zu erreichen, dass Wünsche und Lebensnotwendigkeiten vereinbar sind.
Die Veranstaltung wurde als Kontaktbörse für Frauen genutzt. Einhelliger Tenor war es, weitere Aktivitäten dieser Art haben zu wollen, z.B. im Rahmen eines Frauenfrühstücks, eines Frauenstammtischs oder im Rahmen von projektbezogener Frauenarbeit.

Der nächste Workshop dieser Art, der in Limburg stattgefundenen Auftaktveranstaltung wird voraussichtlich im Rheingau-Taunuskreis folgen.



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